Jede Route hat einen Namen. Die meisten Namen sind funktional — sie sagen dir, wo du startest, wo du ankommst und wie weit du fährst.
Der Graspo del Moro ist anders. Sein Name reicht tief in die landwirtschaftliche Geschichte von Castelnuovo del Garda, in die Weinberge und die Traditionen einer Region, die seit Jahrhunderten Wein anbaut.
Den Namen zu verstehen, macht das Fahren dieser Route zu mehr als nur Radfahren. Es fühlt sich an wie Lesen.
Der Wein
Der Graspo del Moro ist nach dem Moro dal Castel benannt, einer historischen Weinbezeichnung der Gemeinde Castelnuovo del Garda. Über Jahre hinweg wurde er ausschließlich von der Cantina di Castelnuovo del Garda aus Veneto IGT Cabernet Sauvignon Trauben produziert — ein Wein mit strengen Traditionen und starker lokaler Identität.
Es ist kein Massenwein. Es ist ein Wein, der Jahre braucht, um zu entstehen, der in jedem Schluck die spezifischen Bedingungen eines bestimmten Ortes trägt und der existiert, weil eine Gemeinschaft beschlossen hat, etwas Wertvolles zu bewahren und zu pflegen.
Der Name
Das Wort „graspo“ bezeichnet im venetischen Dialekt den Stiel beziehungsweise das Gerüst einer Traube — die holzige Struktur, die die Beeren zusammenhält. Es ist ein landwirtschaftlicher, lokaler Begriff, wie er dort verwendet wird, wo Menschen seit Generationen eng mit Reben arbeiten.
Eine Radroute nach diesem Wort zu benennen, sagt etwas sehr Klares: Diese Route gehört zu dem Land, das sie durchquert. Sie ist nicht nach einem Ort, einer Stadt oder einer Zahl auf der Karte benannt, sondern nach der Landwirtschaft, die die Landschaft geprägt hat, durch die du fährst.
Die Route
Die Graspo del Moro Runde umfasst etwa 37 km durch die Landschaft rund um Castelnuovo del Garda. Es ist eine Strecke aus Schotterwegen und ruhigen Landstraßen, durch Weinberge und offene Felder, mit sanften Anstiegen in der Moränenlandschaft und langen Abfahrten mit weiten Ausblicken.
Drei kürzere Varianten — Ronchi (19 km), Oliosi (22 km) und Sandrà (14 km) — zweigen von der Hauptrunde ab und erschließen unterschiedliche Teile der Region in unterschiedlichem Tempo. Die Ronchi-Route erreicht den See am Lido Campanello. Die Oliosi-Route führt durch offene Agrarlandschaft im Norden. Die Sandrà-Route bleibt nahe am Ort und bietet einen kurzen, sanften Einstieg in die Landschaft.
Die Route ist mit über 170 Wegweisern ausgeschildert. Vier Informationstafeln mit QR-Codes befinden sich an zentralen Punkten entlang der Strecke und verknüpfen die physische Route mit digitalen Karten und herunterladbaren GPX-Dateien für alle vier Varianten. Die South Garda Bike Region hat die Beschilderung im Rahmen ihrer Arbeit aktualisiert und erweitert, um die Region besser lesbar und zugänglicher für Radfahrer zu machen.
Was dir die Route erzählt
Beim Fahren des Graspo del Moro kommst du durch die Weinberge, in denen der Moro dal Castel noch heute angebaut wird. Du fährst an Höfen vorbei, die seit Generationen bestehen, auf Straßen, die den natürlichen Formen der Moränenlandschaft folgen, durch eine Umgebung, die nicht überformt oder ihrer Identität beraubt wurde.
Es ist eine Route, die dir etwas Echtes über diese Region vermittelt — nicht nur ihre Form, sondern ihren Charakter. Der Name wurde nicht aus Marketinggründen gewählt. Er war bereits da, Teil der Landschaft und bedeutungsvoll für die Menschen, die hier leben und arbeiten.
Das ist es, was den Graspo del Moro besonders macht. Nicht nur die Landschaft — so schön sie auch ist — sondern das Gefühl, sich durch etwas mit Geschichte zu bewegen. Und dass diese Geschichte bis zu den Wurzeln reicht.
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